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    Home»News»Quick Commerce: Wer überlebt den Lieferdienst-Krieg?
    9. Februar 2026

    Quick Commerce: Wer überlebt den Lieferdienst-Krieg?

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    Der Hype um die Lieferung von Lebensmitteln in zehn Minuten ist vorüber, doch das Bedürfnis nach schneller Verfügbarkeit bleibt bestehen. Während während der Pandemie Risikokapitalgeber Milliarden in Start-ups pumpten, um Marktanteile zu kaufen, fordert die wirtschaftliche Realität nun Profite statt bloßem Wachstum. Für Sie als Konsumenten bedeutet dies Veränderungen: Das Angebot wird seriöser, die Preise passen sich der Realität an und die Anzahl der Anbieter schrumpft drastisch. Dieser Artikel analysiert, welche Geschäftsmodelle zukunftsfähig sind und worauf Sie sich bei Preisgestaltung und Servicequalität einstellen müssen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Markt konsolidiert sich extrem: Nur Anbieter mit hoher Bestellungsdichte oder starken Partnern im Rücken überleben langfristig.
    • Die Ära der subventionierten Billig-Lieferungen endet, weshalb Liefergebühren steigen und Mindestbestellwerte angehoben werden.
    • Hybrid-Modelle setzen sich durch, bei denen Lieferplattformen mit etablierten Supermarktketten kooperieren, statt eigene Lager zu betreiben.

    Wie die Konsolidierung den Markt für Blitz-Lieferdienste bereinigt

    In den letzten Jahren glich der Markt für Quick Commerce einem Verdrängungswettbewerb, bei dem es primär darum ging, wer am längsten Geld verbrennen kann. Viele bekannte Namen sind bereits verschwunden, wurden aufgekauft oder haben sich aus unrentablen Städten zurückgezogen. Diese Marktbereinigung ist kein Zeichen für das Ende des Geschäftsmodells, sondern für dessen Reifung: Es bleiben nur jene Akteure übrig, die ihre Logistikkosten im Griff haben und die sogenannte „Unit Economics“ – also den Gewinn pro einzelner Lieferung – positiv gestalten können. Kapitaleffizienz hat das reine Wachstum als wichtigste Kennzahl abgelöst.

    Für die verbleibenden Anbieter bedeutet dies einen enormen Druck, Prozesse zu automatisieren und die Auslastung der Kuriere zu maximieren. Ein Lieferdienst kann nur überleben, wenn die Fahrer nicht leer stehen und Routen effizient gebündelt werden. Die Zeiten, in denen an jeder Straßenecke ein Kurier auf eine einzelne Bestellung wartete, sind vorbei. Stattdessen sehen wir eine Konzentration auf Ballungszentren, in denen die Bevölkerungsdichte hoch genug ist, um eine konstante Auftragslage zu garantieren, während ländliche Gebiete oder Randbezirke oft leer ausgehen.

    Welche Geschäftsmodelle im Quick Commerce konkurrieren

    Nicht alle Lieferdienste funktionieren gleich, und die Unterschiede in der Struktur entscheiden oft über Sieg oder Niederlage. Um zu verstehen, wer langfristig am Markt bleibt, hilft ein Blick auf die drei dominierenden Strategien, die aktuell um Ihre Gunst buhlen.

    • Pure Player (Dark Stores): Anbieter wie Flink oder Getir betreiben eigene, für Kunden nicht zugängliche Warenlager. Sie kontrollieren die gesamte Kette vom Einkauf bis zur Lieferung, tragen aber hohe Fixkosten für Miete und Personal.
    • Plattform-Aggregatoren: Dienste wie Wolt, Uber Eats oder Lieferando besitzen meist keine eigene Ware. Sie vermitteln lediglich die Logistik und holen Produkte bei Partner-Supermärkten oder Restaurants ab, was das finanzielle Risiko minimiert.
    • Omnichannel-Händler: Traditionelle Supermarktketten wie Rewe oder Edeka bauen eigene Lieferflotten auf oder beteiligen sich an Start-ups, um ihre bestehende Infrastruktur digital zu verlängern.

    Warum reine Dark Stores unter hohem Kostendruck stehen

    Das Modell der „Dark Stores“ – also kleiner Lagerhäuser mitten in Wohngebieten – bietet zwar die schnellste Lieferzeit, ist aber operativ extrem teuer. Damit sich ein solcher Standort rentiert, muss er eine sehr hohe Frequenz an Bestellungen abwickeln, da Mieten in Innenstadtlagen und fest angestelltes Personal hohe Fixkosten verursachen. Wenn die Nachfrage zu bestimmten Tageszeiten einbricht, laufen die Kosten weiter, was dieses Modell besonders anfällig für Schwankungen macht. Viele Anbieter versuchen daher, ihre Lagerbestände zu optimieren und Abfallquoten radikal zu senken.

    Ein weiteres Problem ist die Sortimentsgröße, die in kleinen Innenstadtlagern naturgemäß begrenzt ist. Während ein normaler Supermarkt 10.000 bis 20.000 Artikel führt, bieten Quick-Commerce-Lager oft nur 2.000 bis 3.000 Produkte an. Dies zwingt die Anbieter dazu, exakt vorherzusagen, was Kunden wollen, um keine Ladenhüter zu lagern. Gelingt diese Balance nicht, wechseln Kunden für den Wocheneinkauf wieder zum klassischen Supermarkt, wodurch dem Lieferdienst der entscheidende Umsatz mit großen Warenkörben entgeht.

    Wie der Wandel vom Snack zum Wocheneinkauf die Rettung sein soll

    In der Anfangsphase wurde Quick Commerce vor allem für Impulskäufe genutzt – die vergessene Milch, eine Flasche Wein oder Snacks für den Fernsehabend. Doch mit durchschnittlichen Warenkörben von 15 bis 20 Euro lässt sich kaum Gewinn erwirtschaften, wenn man Logistik und Personal bezahlen muss. Die Strategie aller überlebenden Anbieter zielt deshalb darauf ab, den vollwertigen Wocheneinkauf zu ersetzen. Ziel ist es, den Durchschnittsbon auf über 40 oder 50 Euro zu heben, da die Lieferkosten pro Fahrt nahezu gleich bleiben, die Marge in Euro jedoch deutlich steigt.

    Um dies zu erreichen, erweitern die Dienste massiv ihr Sortiment, insbesondere im Bereich Frischeprodukte und Eigenmarken. Eigenmarken sind hierbei ein entscheidender Hebel, da sie höhere Gewinnspannen ermöglichen als Markenprodukte. Sie werden zunehmend feststellen, dass Apps Ihnen aktiv vorschlagen, „den Einkauf zu vervollständigen“ oder Rabatte erst ab bestimmten Bestellwerten gewähren. Der Fokus verschiebt sich also von reiner Geschwindigkeit („in 10 Minuten“) hin zu Vollständigkeit und Bequemlichkeit („alles, was Sie brauchen, heute noch“).

    Warum Kooperationen mit Supermärkten zum Standard werden

    Die vielleicht stabilste Lösung im aktuellen „Lieferdienst-Krieg“ ist die Symbiose aus Tech-Plattform und klassischem Einzelhandel. Die großen Supermarktketten verfügen über Einkaufsmacht, etablierte Lieferketten und tiefe Taschen, tun sich aber oft schwer mit der schnellen Logistik auf der letzten Meile. Die Liefer-Start-ups hingegen beherrschen die App-Technologie und das Flottenmanagement, brauchen aber Zugang zu günstigen Waren und Kapital. Diese gegenseitige Abhängigkeit führt zu immer mehr Partnerschaften oder direkten Übernahmen.

    Für Sie als Kunden hat dies den Vorteil, dass Sie über die Apps der Schnelllieferdienste Zugriff auf das bekannte Sortiment und die Preise großer Ketten erhalten. Das Risiko für die Start-ups sinkt, da sie nicht mehr das volle Warenrisiko tragen müssen, sondern oft nur als Logistikdienstleister fungieren. Langfristig könnten die reinen Namen der Lieferdienste sogar in den Hintergrund treten und als „White-Label-Lösung“ für die großen Handelsmarken fungieren, die so ihre eigene Online-Präsenz stärken, ohne eine eigene Flotte aufbauen zu müssen.

    Worauf Sie bei Preisen und Service in Zukunft achten müssen

    Die Ära der aggressiven Rabattcodes, mit denen Neukunden geködert wurden, neigt sich dem Ende zu. Um profitabel zu werden, drehen die Anbieter an der Preisschraube, was sich meist nicht in den Produktpreisen selbst, sondern in den Nebenkosten niederschlägt. Dynamische Liefergebühren, die bei schlechtem Wetter oder hoher Auslastung steigen, sowie Kleinmengenzuschläge werden zum Standard. Auch Abo-Modelle, die gegen eine monatliche Gebühr die Lieferkosten streichen, sollen Kunden binden und planbare Umsätze generieren.

    Gleichzeitig könnte die Servicequalität in Randzeiten schwanken, da Personalkapazitäten effizienter geplant werden. Es ist wahrscheinlich, dass das Versprechen „in 10 Minuten“ zunehmend aufgeweicht wird zu „in 30 Minuten“ oder „in einem gewählten Zeitfenster“. Dies senkt den Stress für die Fahrer und ermöglicht es den Algorithmen, mehrere Bestellungen auf einer Route zusammenzufassen. Für den Kunden bedeutet das etwas weniger Spontanität, aber eine höhere Verlässlichkeit und ein nachhaltigeres Geschäftsmodell.

    Zukunftsausblick: Nische für Eilige oder neuer Massenmarkt?

    Quick Commerce wird nicht verschwinden, aber es wird sich von einem gehypten Phänomen zu einem etablierten Premium-Service wandeln. Überleben werden jene Anbieter, die entweder eine tiefe Integration mit dem klassischen Einzelhandel eingehen oder ihre Plattform so breit aufstellen, dass sie Lebensmittel, Medikamente und Restaurantessen über dieselbe Logistikinfrastruktur abwickeln können. Die reine „10-Minuten-Lieferung“ für den kleinen Hunger wird zur teuren Nische, während die „Same-Day-Lieferung“ von Wocheneinkäufen den eigentlichen Massenmarkt bilden wird.

    Am Ende profitieren Kunden, die bereit sind, für Zeitersparnis zu zahlen, von einem professionelleren Angebot. Der Markt wird sich auf wenige große Player aufteilen, die sich den Markt ähnlich wie im Mobilfunk oder bei Streaming-Diensten untereinander aufteilen. Wer auf dauerhaft niedrigste Preise wie im Discounter hofft, wird enttäuscht werden – Bequemlichkeit hat ihren Preis, und dieser wird in Zukunft transparent auf der Rechnung stehen.

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