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    Home»Recht»Plagiate & Fakeshops erkennen und melden
    11. Februar 2026

    Plagiate & Fakeshops erkennen und melden

    Recht
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    Der Traum vom exklusiven Marken-Sneaker zum halben Preis oder der lang gesuchten Spielekonsole, die überall ausverkauft ist: Solche Angebote locken täglich Tausende Verbraucher in die Falle. Der Online-Handel wächst stetig, und in seinem Windschatten professionalisieren sich auch Betrüger. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen bloßer Produktpiraterie (Plagiaten) und kompletten Fakeshops, die Ware zwar versprechen, aber nie liefern. Wer die subtilen Warnsignale übersieht, riskiert nicht nur finanziellen Verlust, sondern auch den Missbrauch sensibler Daten. Mit dem richtigen Blick für Details lassen sich seriöse Händler jedoch meist zuverlässig von kriminellen Akteuren unterscheiden.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fakeshops kassieren oft per Vorkasse und liefern gar nicht, während Plagiats-Händler minderwertige Fälschungen versenden.
    • Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum sowie extrem niedrige Preise sind die stärksten Indikatoren für Betrug.
    • Bei Verdacht müssen Sie sofort Zahlungen stoppen, Beweise sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.

    Was unterscheidet Fakeshops von Produktpiraterie?

    Im Internet begegnen Ihnen vor allem zwei Arten von Betrug, die oft verwechselt werden, aber unterschiedliche Konsequenzen haben. Um richtig zu reagieren, müssen Sie verstehen, mit wem Sie es zu tun haben. Ein Fakeshop ist eine vorgetäuschte Verkaufsplattform: Die Betreiber haben nie vor, Ware zu versenden; ihr Ziel ist rein der Diebstahl von Geld und Identitätsdaten. Produktpiraterie hingegen bedeutet, dass Sie tatsächlich Ware erhalten, diese aber eine illegale Kopie des Originals ist – oft mit gravierenden Sicherheitsmängeln oder schlechter Qualität.

    Die Übergänge können fließend sein, da viele Fakeshops Produktbilder von Originalen nutzen, um Seriosität vorzutäuschen. Bevor wir in die Details gehen, hilft eine Übersicht der gängigen Betrugsmodelle, um das Risiko einzuordnen:

    • Der klassische Fakeshop: Professionelles Design, aber keine Lieferung nach Zahlung (meist Vorkasse).
    • Der Plagiats-Shop: Liefert gefälschte Markenware, oft aus dem asiatischen Raum, Zollprobleme inklusive.
    • Der Identitätsdiebstahl-Shop: Nutzt Namen und Adressen realer Firmen, tauscht aber die Bankverbindung aus.
    • Der Daten-Phisher: Zielt primär auf Kreditkartendaten ab, statt auf den direkten Warenverkauf.

    Woran Sie einen Fakeshop technisch erkennen

    Kriminelle investieren heute viel Mühe in das Design ihrer Seiten, sodass die Optik allein kaum noch als Unterscheidungsmerkmal taugt. Der erste Blick sollte daher immer dem Impressum gelten. Ein seriöser Online-Shop in der EU muss eine ladungsfähige Adresse, einen vertretungsberechtigten Geschäftsführer und Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Telefon) nennen. Fehlt das Impressum komplett oder finden sich dort nur anonyme E-Mail-Adressen, ist höchste Vorsicht geboten. Auch eine kurze Google-Suche nach der angegebenen Adresse kann entlarvend sein, wenn diese etwa mitten in einem Wohngebiet oder auf einer grünen Wiese liegt.

    Ein weiteres technisches Indiz sind Gütesiegel wie „Trusted Shops“ oder TÜV-Zertifikate. Betrüger kopieren diese Grafiken einfach und fügen sie als statisches Bild auf ihre Seite ein. Bei einem echten Zertifikat können Sie das Siegel anklicken und werden auf die offizielle Bestätigungsseite des Siegel-Anbieters weitergeleitet. Passiert beim Klick nichts oder landen Sie nur wieder auf der Startseite des Shops, handelt es sich um eine Fälschung. Prüfen Sie zudem die URL: Kryptische Zusätze (z. B. „marke-berlin-sale.net“) statt der offiziellen Hersteller-Domain sind oft ein Alarmsignal.

    Wie sich Produktfälschungen beim Angebot verraten

    Wenn der Shop technisch unauffällig wirkt, lohnt sich der kritische Blick auf das Sortiment und die Preisgestaltung. Plagiate werden fast immer über den Preis verkauft. Wenn ein aktuelles Luxusprodukt, das überall 500 Euro kostet, plötzlich für 120 Euro angeboten wird, sollten alle Alarmglocken schrillen. Kein Händler hat Margen, die solche Rabatte dauerhaft erlauben, es sei denn, die Ware ist nicht echt oder existiert nicht. Begriffe wie „Replica“, „High Copy“ oder schwammige Formulierungen wie „Import-Qualität“ deuten oft direkt auf Plagiate hin.

    Auch die Produktfotos geben Hinweise, wenn man genau hinsieht. Nutzen alle Bilder denselben professionellen Stil des Herstellers, wurden sie vermutlich einfach kopiert. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn die Bilder pixelig sind oder Wasserzeichen fremder Webseiten tragen. Bei Modeartikeln fehlen bei Fälschungen oft Detailaufnahmen von Nähten oder Etiketten, da diese die minderwertige Verarbeitung verraten würden. Ein weiteres Indiz ist die Verfügbarkeit: Wenn ein limitiertes Produkt in allen Größen und Farben „sofort lieferbar“ ist, widerspricht das der Marktlogik.

    Warum die Zahlungsart das größte Alarmzeichen ist

    Der entscheidende Moment, in dem die Falle zuschnappt, ist der Checkout-Prozess. Fakeshops ködern Kunden oft mit den Logos bekannter Zahlungsdienstleister (PayPal, Kreditkarte, Rechnungskauf) auf der Startseite. Sobald Sie jedoch zur Kasse gehen, tritt angeblich ein „technischer Fehler“ auf, und plötzlich steht nur noch die Vorkasse per Überweisung zur Verfügung. Überweisen Sie niemals Geld vorab an einen unbekannten Händler, besonders nicht auf ausländische Konten (erkennbar an der IBAN, die nicht mit DE beginnt).

    Selbst wenn Kreditkartenzahlung möglich ist, besteht ein Restrisiko. Manche Shops nutzen dies nur, um Kartendaten abzugreifen, ohne eine Abbuchung vorzunehmen – der Missbrauch erfolgt dann Wochen später an anderer Stelle. Sichere Zahlungsmethoden bieten einen Käuferschutz. Besteht der Händler auf Methoden, bei denen das Geld unwiderruflich weg ist (Banküberweisung, Familie & Freunde-Funktionen, Kryptowährungen), brechen Sie den Kauf sofort ab. Kein seriöses Unternehmen zwingt Neukunden bei lagernder Ware exklusiv in die unsichere Vorkasse.

    Schritt-für-Schritt-Plan bei Betrugsverdacht

    Haben Sie bereits bestellt und stellen erst danach fest, dass etwas nicht stimmt, zählt jede Minute. Wenn Sie per Lastschrift oder Kreditkarte gezahlt haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder den Kartenaussteller. Oft lassen sich Zahlungen innerhalb bestimmter Fristen zurückbuchen (Chargeback-Verfahren). Bei einer Banküberweisung ist das Geld meist verloren, sobald es dem Empfängerkonto gutgeschrieben wurde, doch ein sofortiger Anruf bei der Bank kann in sehr seltenen Fällen eine noch nicht verbuchte Transaktion stoppen.

    Parallel dazu müssen Sie Beweise sichern, bevor die Seite offline geht. Machen Sie Screenshots vom Shop, dem Impressum, der Produktseite und dem Bestellvorgang. Speichern Sie alle E-Mails und Zahlungsbelege. Diese Dokumentation ist essenziell für die nächsten Schritte. Erstatten Sie anschließend Anzeige bei der Polizei. Das geht in Deutschland mittlerweile in fast allen Bundesländern bequem über die jeweilige „Onlinewache“. Auch wenn die Aufklärungsquote bei international agierenden Tätern oft niedrig ist, hilft jede Anzeige dabei, die Strukturen zu ermitteln und Konten sperren zu lassen.

    Wo Sie Betrüger und Fälschungen melden sollten

    Neben der Strafanzeige ist es wichtig, andere Verbraucher zu warnen und die Infrastruktur der Betrüger zu stören. Melden Sie den Shop bei der Verbraucherzentrale; dort werden Listen aktueller Fakeshops geführt (z. B. im Fakeshop-Finder). Wenn Sie über eine Suchmaschine auf das Angebot gestoßen sind, nutzen Sie deren Meldeformular für betrügerische Anzeigen. Google und Bing entfernen solche Einträge oft zügig, wenn sie validiert sind.

    Handelt es sich um Plagiate auf großen Marktplätzen wie Amazon oder eBay, nutzen Sie die dortigen Meldebuttons direkt am Produkt. Die Plattformen sind gesetzlich verpflichtet, gegen Fälschungen vorzugehen. Bei offensichtlicher Markenpiraterie können Sie auch den Originalhersteller informieren. Viele große Marken haben eigene Abteilungen für „Brand Protection“, die juristisch gegen die Fälscher und deren Webseiten-Hoster vorgehen. Damit schützen Sie nicht nur den Hersteller, sondern bewahren auch andere Käufer vor Schaden.

    Fazit: Gesunde Skepsis schlägt Schnäppchenjagd

    Die Methoden von Fakeshops und Produktfälschern werden immer raffinierter, doch sie scheitern meist an denselben Details: Intransparenz, unrealistische Preise und unsichere Zahlungswege. Es gibt keinen 100-prozentigen technischen Schutz, weshalb Ihr eigener kritischer Blick die wichtigste Verteidigungslinie bleibt. Lassen Sie sich nicht von Zeitdruck (Countdown-Uhren) oder Gier leiten.

    In Zukunft wird künstliche Intelligenz es Betrügern noch leichter machen, fehlerfreie Texte zu schreiben und täuschend echte Bilder zu generieren. Umso wichtiger wird die Prüfung harter Fakten wie Handelsregistereinträge und funktionierender Käuferschutz-Mechanismen. Wenn Sie bei einem Angebot ein ungutes Bauchgefühl haben, ist der Verzicht auf das vermeintliche Schnäppchen fast immer die finanziell klügere Entscheidung.

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