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    11. Februar 2026

    Kaufland.de: Lohnt sich der Marktplatz für dich?

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    Der deutsche E-Commerce-Markt ist hart umkämpft, und wer sich als Händler ausschließlich auf einen einzigen Vertriebskanal wie Amazon oder den eigenen Webshop verlässt, lebt gefährlich. In diesem Kontext hat sich Kaufland.de – ehemals Real.de – zu einer festen Größe entwickelt, die für viele Händler als wichtigstes zweites Standbein neben dem Marktführer aus den USA gilt. Doch hohe Reichweite allein garantiert noch keinen Umsatz, und die Plattform stellt spezifische Anforderungen an ihre Partner, die nicht jedes Geschäftsmodell erfüllen kann.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hohe Reichweite: Mit rund 32 Millionen Besuchern im Monat bietet Kaufland.de eine der größten Kundenbasen in Deutschland, gestützt durch die Markenkraft der stationären Supermärkte.
    • Strenge Zugangshürden: Händler benötigen zwingend gültige EAN/GTIN-Codes für ihre Produkte sowie einen deutschsprachigen Kundenservice, um zugelassen zu werden.
    • Kostenstruktur: Neben einer monatlichen Grundgebühr fallen kategorieabhängige Verkaufsprovisionen an, die in der Margenkalkulation berücksichtigt werden müssen.

    Vom Supermarkt zur Plattformökonomie: Die Positionierung von Kaufland Global Marketplace

    Kaufland.de ist Teil der Schwarz Gruppe und hat durch die Übernahme von Real.de eine technisch ausgereifte Marktplatz-Infrastruktur geerbt und massiv ausgebaut. Anders als reine Nischenmarktplätze positioniert sich die Plattform als klassischer Generalist („Allrounder“), auf dem Kunden von Unterhaltungselektronik über Gartenmöbel bis hin zu Drogerieartikeln fast alles finden. Für Händler bedeutet das: Die Plattform eignet sich für ein extrem breites Sortiment, sofern die Produkte versandfähig sind und keine verderblichen Lebensmittel darstellen.

    Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Plattformen ist die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt durch das Branding. Das vertraute rote Logo schafft bei Endkunden, die sonst skeptisch gegenüber reinen Online-Marktplätzen sind, einen hohen Vertrauensvorschuss. Zudem agiert Kaufland.de nicht nur als passive Verkaufsfläche, sondern schaltet aktiv Multi-Channel-Marketing (Google Shopping, SEO, Preisvergleiche) für die gelisteten Produkte, was Händlern externe Traffic-Kosten ersparen kann. Das unterscheidet den Marktplatz von Plattformen, bei denen Sie jeden Besucher selbst „einkaufen“ müssen.

    Startvoraussetzungen: Was Sie für den Verkauf zwingend benötigen

    Bevor Sie sich mit Margen oder Marketingstrategien beschäftigen, müssen Sie prüfen, ob Ihr Unternehmen die technischen und formalen „Eintrittskarten“ besitzt. Kaufland.de ist kuratierter als eBay; der Zugang ist reglementiert, um die Datenqualität hochzuhalten. Wenn Sie an einer dieser Hürden scheitern, ist eine Listung technisch nicht möglich oder operativ riskant.

    Die folgende Übersicht zeigt die unverhandelbaren Anforderungen, die vor der Registrierung erfüllt sein müssen:

    • EAN/GTIN-Pflicht: Jedes Produkt benötigt eine gültige Global Trade Item Number. Ohne EAN ist kein Listing möglich (Ausnahme: genehmigte Eigenmarken).
    • Deutschsprachiger Support: Sie müssen Kundenanfragen zwingend auf Deutsch und innerhalb gesetzter Fristen (meist 48h) beantworten können.
    • Rechtstexte: Ein gültiges Impressum, AGB und eine Widerrufsbelehrung, die spezifisch auf Kaufland.de angepasst sind.
    • Fiskalische Registrierung: Eine gültige Umsatzsteuer-ID und der Nachweis der steuerlichen Erfassung (OSS-Verfahren bei grenzüberschreitendem Handel).
    • Versandperformance: Tracking-Nummern müssen hinterlegt werden, und die angegebene Lieferzeit ist bindend.

    Kostenstruktur und Gebührenmodelle verstehen

    Die Rentabilität auf Kaufland.de hängt maßgeblich davon ab, wie sauber Sie die Gebührenstruktur in Ihre Verkaufspreise einkalkulieren. Das Modell besteht aus zwei Hauptkomponenten: einer fixen monatlichen Grundgebühr und einer variablen Verkaufsprovision. Die Grundgebühr (derzeit ab 39,95 €) deckt die technische Bereitstellung und das grundlegende Marketing ab. Wichtig ist hierbei die Möglichkeit, den Verkaufskanal mit einem Link zum eigenen Onlineshop zu verknüpfen, was gegen Aufpreis möglich ist und direkten Traffic generieren kann.

    Der größere Kostenblock ist jedoch die Provision, die je nach Produktkategorie stark variiert. Während für Elektronikartikel oft niedrigere Prozentsätze (z. B. 7–10 %) anfallen, liegen Kategorien wie Schmuck oder Gartenmöbel oft bei 12–15 %. Im Vergleich zu Amazon sind diese Gebühren oft wettbewerbsfähig, manchmal sogar etwas günstiger, doch sie müssen zwingend vorab geprüft werden. Ein häufiger Fehler ist die „Mischkalkulation“ über alle Sortimente hinweg; stattdessen sollten Sie für jede Kategorie prüfen, ob Ihre Marge nach Abzug der Provision, Versandkosten und Retourenquote noch positiv bleibt.

    Technische Anbindung und Datenqualität als Erfolgshebel

    Die Art und Weise, wie Sie Ihre Produktdaten an Kaufland.de übermitteln, entscheidet oft über die Sichtbarkeit Ihrer Artikel. Da der Marktplatz mit einem einzigen Produktkatalog arbeitet (ähnlich der Amazon-ASIN-Logik), werden verschiedene Angebote desselben Artikels unter einer Produktseite gebündelt. Wer die „Buy Box“ (das Einkaufswagen-Feld) gewinnt, macht den Umsatz. Dies hängt oft vom Preis und der Lieferzeit ab, aber auch von der Qualität der angelieferten Daten.

    Für Händler mit wenigen Artikeln ist der manuelle Upload via CSV-Datei möglich, aber ab einer gewissen Größe ineffizient. Professionelle Verkäufer nutzen Middleware oder WaWi-Systeme (wie Plentymarkets, JTL, Xentral), die über eine direkte API-Schnittstelle verfügen. Diese Automatisierung ist entscheidend, um Bestände in Echtzeit zu synchronisieren. Wenn Sie auf Kaufland ein Produkt verkaufen, das in Ihrem Lager physisch nicht mehr vorhanden ist, weil der Bestand nicht schnell genug aktualisiert wurde, riskieren Sie Stornierungen und damit eine schnelle Sperrung Ihres Kontos.

    Internationalisierung: Expansion nach Tschechien und in die Slowakei

    Ein strategischer Vorteil von Kaufland gegenüber rein nationalen Plattformen ist die Expansion in osteuropäische Märkte unter der Dachmarke „Kaufland Global Marketplace“. Mit einem Account können Händler relativ einfach auf den Marktplätzen Kaufland.cz (Tschechien) und Kaufland.sk (Slowakei) listen. Die technische Hürde ist hierbei niedrig, da die Plattform Übersetzungshilfen anbietet und die Backend-Prozesse zentralisiert sind.

    Diese Märkte sind oft weniger gesättigt als der deutsche E-Commerce, bieten aber dennoch kaufkräftige Zielgruppen, die der Marke Kaufland vertrauen. Die Herausforderung liegt hier weniger in der Listung als in der Logistik: Sie müssen in der Lage sein, kosteneffizient und schnell ins Ausland zu versenden und Retouren aus diesen Ländern abzuwickeln. Wer keine internationalen Versandverträge hat, zahlt hier oft drauf, weshalb dieser Schritt erst erfolgen sollte, wenn die nationalen Prozesse stabil laufen.

    Typische Fallstricke im operativen Tagesgeschäft

    Auch wenn die Anmeldung geglückt ist, scheitern viele Händler im laufenden Betrieb an den strengen Performance-Kennzahlen (KPIs). Kaufland.de überwacht die „Rate verspäteter Lieferungen“ und die „Stornorate“ penibel. Ein klassisches Problemfeld sind hierbei Dropshipping-Modelle mit unzuverlässigen Lieferzeiten. Da der Kunde erwartet, dass die Ware so zuverlässig kommt wie im Supermarkt, führt jede Verzögerung schnell zu negativen Bewertungen oder Ticket-Eröffnungen.

    Ein weiterer Stolperstein ist das Retourenmanagement. Anders als im eigenen Shop gelten auf dem Marktplatz die Regeln der Plattform. Kunden sind durch Amazon an extrem kulante Rückgabeprozesse gewöhnt, und Kaufland fordert von seinen Händlern ein ähnliches Servicelevel. Wenn Sie Rücksendekosten auf den Kunden abwälzen (was rechtlich oft möglich, aber unüblich ist), riskieren Sie schlechte Rankings. Kalkulieren Sie daher eine realistische Retourenpauschale in Ihre Preise ein, anstatt im Nachhinein über Portokosten zu streiten.

    Fazit und Ausblick: Lohnt sich der Aufwand für Ihr Business?

    Kaufland.de ist kein „Get-rich-quick“-Kanal, sondern ein professioneller Marktplatz für Händler, die ihre Logistik und Daten im Griff haben. Der Marktplatz lohnt sich besonders für Verkäufer, die bereits auf anderen Plattformen etabliert sind und ihre Abhängigkeit von Amazon verringern wollen, ohne auf Reichweite zu verzichten. Vor allem Sortimente in den Bereichen Haus, Garten und Baumarkt profitieren von der Zielgruppe, die oft gezielt nach diesen „Non-Food“-Artikeln sucht.

    Wer jedoch keine EANs besitzt, keinen deutschsprachigen Support leisten kann oder mit hauchdünnen Margen kalkuliert, wird es schwer haben. Die technische Integration und die Gebühren erfordern ein gewisses Volumen, damit sich der Kanal amortisiert. Wenn Sie diese Hürden nehmen, erhalten Sie Zugriff auf einen der dynamischsten Vertriebskanäle in Deutschland, der durch die internationale Expansion der Schwarz Gruppe auch in Zukunft noch erhebliches Wachstumspotenzial verspricht.

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