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    Home»Logistik»Zoll & Import: So führst du Ware aus China richtig ein
    7. Februar 2026

    Zoll & Import: So führst du Ware aus China richtig ein

    Logistik
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    Der Import von Waren aus China lockt mit attraktiven Margen und einer riesigen Produktvielfalt, doch der Weg vom Klick auf einer B2B-Plattform bis zum sicheren Verkauf in Deutschland ist mit bürokratischen Hürden gepflastert. Viele Einsteiger unterschätzen die Komplexität des Zollrechts und riskieren, dass ihre Ware an der Grenze festgehalten, zurückgeschickt oder sogar vernichtet wird. Wer den Import professionell angehen möchte, muss sich zwingend vor der ersten Bestellung mit den Spielregeln des grenzüberschreitenden Warenverkehrs vertraut machen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EORI-Nummer ist für gewerbliche Importeure in der EU zwingend erforderlich, da sie als zentrale Identifikationsnummer beim Zoll dient.
    • Kalkulieren Sie die Gesamtkosten aus Warenwert, Transport, Einfuhrumsatzsteuer (19 %) und Zollsatz, bevor Sie die Bestellung auslösen.
    • Mangelnde Produktsicherheit (fehlende CE-Kennzeichnung oder deutsche Anleitungen) führt oft zur Beschlagnahmung und Vernichtung der Ware.

    Die Basis: Gewerbeanmeldung und EORI-Nummer

    Wer Waren mit der Absicht bestellt, sie gewinnbringend weiterzuverkaufen, gilt vor dem Gesetz sofort als gewerblicher Importeur, unabhängig von der Bestellmenge. Privatpersonen können zwar gelegentlich Geschenke einführen, doch sobald eine Gewinnerzielungsabsicht besteht, verlangt der Zoll eine klare Identifikation. Der erste formale Schritt ist daher die Beantragung einer EORI-Nummer (Economic Operators’ Registration and Identification) beim deutschen Zoll, die kostenlos und online möglich ist, aber einige Wochen Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen kann. Ohne diese Nummer können Spediteure Ihre Sendung nicht abfertigen, was zu teuren Lagerkosten am Hafen oder Flughafen führt.

    Neben der EORI-Nummer müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Gewerbe korrekt angemeldet ist und Sie für den internationalen Handel gerüstet sind. Ein häufiges Missverständnis ist, dass kleine Testbestellungen „unter dem Radar“ laufen; doch der Zoll prüft stichprobenartig und gleicht Daten elektronisch ab. Fehlen die nötigen Registrierungen, wird die Warensendung blockiert, bis die Papiere nachgereicht sind, was in der schnelllebigen Logistik oft das wirtschaftliche Aus für eine Lieferung bedeutet.

    Welche Hürden beim China-Import auf Sie warten

    Der Importprozess ist mehr als nur der Transport von A nach B; er setzt sich aus verschiedenen rechtlichen und finanziellen Bausteinen zusammen, die ineinandergreifen müssen. Um den Überblick zu behalten und böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie die Anforderungen in Kategorien unterteilen, die Sie nacheinander abarbeiten. Diese Struktur hilft Ihnen, systematisch vorzugehen und keine kritische Komponente zu vergessen, die später am Zollamt zum Problem werden könnte.

    • Fiskalische Hürden: Berechnung und Abführung von Einfuhrumsatzsteuer und Drittlandszoll.
    • Formale Hürden: Korrekte Rechnungsstellung, Zolltarifnummern (HS-Code) und Frachtpapiere.
    • Physische Hürden: Einhaltung von Sicherheitsstandards, CE-Kennzeichnung und Verpackungslizenzierung.
    • Logistische Hürden: Wahl der passenden Lieferbedingungen (Incoterms) und des Spediteurs.

    Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer korrekt kalkulieren

    Die Kostenkalkulation ist das Herzstück eines jeden Imports, denn der reine Einkaufspreis auf Plattformen wie Alibaba ist oft irreführend niedrig. Grundsätzlich fällt bei jeder gewerblichen Einfuhr die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) von 19 Prozent (oder 7 Prozent bei ermäßigten Gütern) an, die auf den Zollwert der Ware aufgeschlagen wird – und dieser Zollwert beinhaltet auch die Frachtkosten bis zur EU-Grenze. Erst wenn der Warenwert 150 Euro übersteigt, kommen zusätzlich echte Zölle hinzu, deren Höhe stark von der Art des Produkts abhängt und in einer Spanne von null bis über zehn Prozent liegen kann.

    Um den korrekten Zollsatz zu ermitteln, müssen Sie Ihre Ware einer elfstelligen Zolltarifnummer (HS-Code) zuordnen, was im elektronischen Zolltarif (EZT-online) recherchierbar ist. Eine falsche Einordnung kann teuer werden: Entweder zahlen Sie zu viel Abgaben, die Sie kaum zurückbekommen, oder zu wenig, was bei einer Prüfung als Steuerverkürzung gewertet werden kann. Daher ist es essenziell, diese Nummer vor der Bestellung festzulegen und sie idealerweise vom Lieferanten auf der Handelsrechnung vermerken zu lassen, um Missverständnisse bei der Abfertigung zu vermeiden.

    Versandbedingungen: Warum Incoterms über Ihre Kosten entscheiden

    Die Lieferbedingungen, sogenannte Incoterms, regeln verbindlich, wer den Transport bezahlt, wer das Risiko trägt und wer für die Verzollung zuständig ist. Viele chinesische Händler bieten „Free Shipping“ oder Preise auf Basis von „CIF“ (Cost, Insurance and Freight) bis zum Hamburger Hafen an, was für Einsteiger verlockend klingt, aber oft versteckte Kostenfalle birgt. Bei CIF endet die Verantwortung des Verkäufers nämlich an der Kaimauer; für die Entladung, die Hafenhandling-Gebühren und den Weitertransport zum Lager werden Sie oft mit überhöhten Rechnungen lokaler Dienstleister konfrontiert.

    Profis bevorzugen daher Incoterms wie „FOB“ (Free On Board) oder beauftragen direkt eine Spedition mit „EXW“ (Ex Works), um die volle Kontrolle über die Kostenkette zu haben. Besonders gefährlich ist die Annahme, der Lieferant würde mit „DDP“ (Delivered Duty Paid) alles erledigen: Oft wird hierbei die Ware falsch deklariert oder über Drittländer geschleust, um Steuern zu umgehen. Wenn der Zoll dies aufdeckt, haften Sie als Importeur für alle hinterzogenen Abgaben, auch wenn Sie dem Lieferanten gutgläubig das Geld für die Verzollung überwiesen haben.

    Produktsicherheit und CE-Kennzeichnung: Der häufigste Stolperstein

    Während steuerliche Fehler meist „nur“ Geld kosten, führen Verstöße gegen die Produktsicherheit fast immer zur Vernichtung der Ware oder einem Wiederausfuhr-Gebot. Produkte, die in die EU eingeführt werden, müssen den hiesigen Sicherheitsrichtlinien entsprechen, was durch die CE-Kennzeichnung und eine Konformitätserklärung dokumentiert wird. Fehlt das CE-Zeichen auf einem elektronischen Gerät oder Spielzeug, darf der Zoll die Ware nicht freigeben, selbst wenn das Produkt technisch einwandfrei wäre.

    Neben dem CE-Zeichen müssen auch eine deutsche Bedienungsanleitung und die Adresse des Importeurs (oder eines Bevollmächtigten in der EU) auf dem Produkt oder der Verpackung zu finden sein. Diese Anforderungen gemäß Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) werden von chinesischen Lieferanten oft ignoriert, da sie primär für den lokalen oder US-Markt produzieren. Bevor Sie eine größere Charge bestellen, sollten Sie daher unbedingt ein Muster (Sample) anfordern und prüfen, ob alle Kennzeichnungen vorhanden sind und ob der Hersteller bereit ist, diese für Ihre Bestellung anzupassen.

    Der Zollprozess: Selbstanmeldung oder Spedition?

    Die praktische Abwicklung der Verzollung erfolgt heute fast ausschließlich digital über das ATLAS-System, doch der direkte Zugang ist komplex und erfordert spezielle Software. Für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es daher wirtschaftlich sinnvoller, diese Aufgabe an den Spediteur oder einen spezialisierten Zolldienstleister zu delegieren. DHL, UPS oder Seefracht-Speditionen übernehmen die Anmeldung in Ihrem Namen, strecken die Abgaben vor und stellen Ihnen diese später inklusive einer Kapitalbereitstellungsgebühr in Rechnung.

    Damit dieser Prozess reibungslos läuft, müssen Sie dem Dienstleister proaktiv alle Unterlagen zur Verfügung stellen, noch bevor die Ware ankommt. Dazu gehören die Handelsrechnung in Englisch oder Deutsch, der Packzettel und bei Bedarf Ursprungszeugnisse oder Sicherheitszertifikate. Wenn der Spediteur raten muss, was im Paket ist, oder Sie nicht erreichen kann, meldet er die Ware oft falsch an oder lagert sie kostenpflichtig ein, was Ihre Marge empfindlich schmälert.

    • Liegt eine korrekte Handelsrechnung vor? (Warenwert, Versandkosten separat ausgewiesen, HS-Code).
    • Ist das Produkt compliant? (CE-Zeichen, deutsche Anleitung, Herstelleradresse).
    • Sind Verbote und Beschränkungen geprüft? (Markenrechte, Chemikalien, Artenschutz).
    • Ist die Verpackung lizenziert? (Registrierung im LUCID-Register vor dem Import).

    Fazit: Import als ganzheitlichen Prozess begreifen

    Der Import aus China bietet nach wie vor enorme Chancen für Händler, die bereit sind, sich nicht nur auf das Produkt, sondern auch auf die Prozesskette zu konzentrieren. Wer Zoll und Compliance nicht als lästiges Übel, sondern als integralen Bestandteil seines Geschäftsmodells versteht, baut sich einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber den vielen „Glücksrittern“ auf, die an den strengen EU-Regeln scheitern. Eine saubere Vorbereitung und die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern sind dabei wichtiger als der letzte Cent im Einkaufspreis.

    Starten Sie daher konservativ, prüfen Sie Ihre Pflichten genau und kalkulieren Sie lieber mit einem Sicherheitspuffer, als auf Kante zu nähen. Wenn die Prozesse einmal stehen – von der EORI-Nummer über die korrekte Tarifierung bis zur Produktsicherheit – wird der Import zu einer skalierbaren Routine, die Ihrem Unternehmen nachhaltiges Wachstum ermöglicht.

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